4. Oktober 2017

Jazzstandards beim Erntemarkt Riddagshausen am 1. Oktober 2017

 

Riddagshausen, Sonntag, 1. Okt. 2017, 13:00 Uhr: Georg Renz – Gesang -, Karle Bardowicks – Tenorsaxophon -, Marlene Blumberg – Piano – und ich am Kontrabass spielen auf einer kleinen Bühne im Klostergarten der Klosterkirche auf: Jazzstandards, in denen Georgs Stimme in den Bann zieht und Karles Soli faszinieren; Marlene & ich binden das Ganze zu einem gemeinsamen Wohlklang zusammen.

Viele ZuhörerInnen, viele, die begeistert sind …

Zugleich wird für mein kommendes Riddagshausen-Konzert, Teil 03 – Haven – geworben, das am Fr., 17. November 2017 in der Klosterkirche uraufgeführt wird (Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 15€/12€ erm.). Mit dabei Karle Bardowicks & Georg Renz, Sänger aus dem Staatsorchester BS sowie Niklas Wohlt (p), Michael Alex am Schlagzeug und ich an Kontra- und E-Bass.

Auch die CD vom Riddagshausen-Konzert 02 – Lighthouse – wird als Pre-Release beim Erntemarkt schon angeboten. Danke Kirstin für die Beratung vor und zu der laufenden Musik von uns auf der Bühne. Official Release der optisch & musikalisch wunderschönen CD am 17.11. beim Riddagshausen-Konzert 03, das noch einige weitere Überraschungen bereithält und erneut aufgezeichnet wird.

 

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9. September 2017

Smooth Jazz im Georg-Eckert-Institut

 

Anlässlich einer schul- und bildungshistorischen Tagung der TU Braunschweig und der Dt. Ges. f. Erziehungswissenschaft im Braunschweiger Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung sorgten Niklas Wohlt am Piano und ich am Kontrabass für die musikalische Untermalung bei der Verleihung eines Wissen-schaftspreises des Julius Klinkhardt-Verlags für NachwuchswissenschaftlerInnen.

Auch die Abendveranstaltung gestalteten wir im Hintergrund mit Smooth Jazz-Klängen in der bizarren Atmosphäre der Institutsbibliothek zwischen, vor und neben Tausenden von archivierten Büchern.

Es hat viel Spaß gemacht …

Euer JO

 

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27. August 2017

Bass-Solo in der Tetzelkiste – schön war’s …

Am So 25.08.17 spielte ich anlässlich des Riddagshäuser Dormarkts in der sog. Tetzelkiste (benannt nach dem Ablassprediger zur Zeit Luthers) eine Basssolo-Performance.

Bassgrooves mit Looper. Neue CD LIGHTHOUSE ebenfalls vorgestellt …

Es war eine tolle Atmosphäre. Danke an alle Beteiligten, an Bernhard, Georg … und an Kirstin.

LG euer JO

 

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3. August 2017

Heimspiel – Session-Gig mit Axel Uhde & friends in Wenden

(Foto: Hotel zur Linde / Wenden, Website)

Heimspiel – ein Musikformat von Axel Uhde, bekannter Musiker & Organisator von musikalischen Bühnenevents in Braunschweig & Region, jeweils am 1. Dienstag im Hotel/Gasthaus Zur Linde in Wenden/BS, Eintritt frei, Ankommen, Händeschütteln, Instrumente startklar machen … und ab geht’s! Tolle Stimmung, hautnaher Kontakt zum mitgehenden Publikum garantiert, und dazu erstklassige Versorgung vom Team der Linde. Da bleibt kein Auge trocken, kein guter Tropfen unberührt … und die Musik? Von Soul- über Blues- und Rockklassiker bis hin zu Jazzstandards ist alles im Topf.

Am 1. August 2017 war ich am Kontrabass dabei; die Mitspieler: (natürlich) Axel Uhde (voc, mouthharp), Helge Preuss (g), Geza Gal (p, trp) & (als Überraschungsgast) Henny Baldt (cajon). Kurz angezählt, und los ging’s, 3 Sets erstklassige Mucke, getragen von einem begeisterungsfähigen Publikum. Der Gastraum dampfte, die Musik kochte, in the heat of the night – es war einfach Oberklasse! Danke Axel, danke an alle anderen, die mitspielten, zuhörten, mitmachten, Support gegeben haben …

Euer JO

(Foto: I. Hoffmann)

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21. Mai 2017

Konzerte vom Wochenende im Mai

Ich hatte das große Vergnügen, am Wochenende an zwei sehr schönen Konzerten mitzuwirken …

 
Am Freitag, 19.05. fand eine Lesung von Sabine Dressler zu faszinierenden Frauen aus 5 Jahrhunderten im wunderschönen Kreuzgang der Brüdernkirche im Zentrum Braunschweigs statt. Musikalisch begleitet wurde das Ganze von Wolfram Bäse-Jöbges an den Percussioninstrumenten & mir am Kontrabass.

Ausverkauft und untermalt vom Donnerhall des Gewitters über Braunschweig, beeindruckender geht es nicht.

 

   

Am Samstag, 20.05. feierte die Big Band der TU Braunschweig ihr 30jähriges Bestehen unter der Leitung von Geza Gal. Ein toller, super Konzertabend vor ausverkauftem Haus!

Mit dabei als Gäste: Jan-Heie Erchinger, Axel Uhde, Eddi Filipp, Britta Rex, Helge Preuss, Ralf Heuer; ich war bei „Fables of Faubus“ von Charles Mingus und „Spain“ von Chick Corea am Solo-Bass dabei.
Ein fulminantes Konzert, begeisterte Zuhörer – danke an alle Beteiligten! Ach ja, auch die neue CD „Footsteps“ wurde released, sehr hörenswert.

 

 

   
Ich wünsche allen einen wunderschönen sonnigen Sonntag.
Keep swingin‘ … Euer JO

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14. Mai 2015

„Du musst einen langen Atem haben!“ Besuch bei Holger Stonjek & sandberg

Alles begann mit einem freundlichen, agilen älteren Herrn, der vor einiger Zeit in meinen Konzerten auftauchte. Schnell lernte man sich kennen und geriet in einen Austausch über Musik und all das, was sich darum herumrankt.

_Franz  Franz Stonjek

Früher Werkzeugvertreter und (immer noch) begeisterter Akkordeonspieler entpuppte sich Franz Stonjek als musikbegeisterter Vater von Holger Stonjek, seines Zeichens Bassist, Mitgründer & Kopf der international bekannten Braunschweiger Bass- und Gitarrenschmiede „sandberg ::“.

_Logo-sandberg

Und schon bald folgte die Einladung, Holger und seiner Firma am Südostrand Braunschweigs einen Besuch abzustatten. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen. An zwei Tagen im April dieses Jahres war es dann soweit: Bassist trifft Bassbauer, Franz war mit dabei, eine schöne Begegnung, interessante Gespräche, vertiefte Einblicke in die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von elektrischen Bassgitarren & Gitarren – und in ein Leben, das ganz der Musik und dem Instrumentenbau gewidmet war und ist.

Bass geschnappt, rein ins Auto und ab in die Heinz-Scheer Str. 2, Franz empfängt mich vor dem sandberg-Gebäude und stellt mich Holger vor, in seinem Büro, das genauso aussieht, wie man es sich als Bassist erträumt: mit Bässen und Gitarren bestückt, ausgestattet mit einem headquarterartigen Schreibtisch und dem üblichen gemütlichen Sofa, das zum Kaffeetrinken einlädt, was wir sofort auch tun.

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Hier wie in der gesamten sandberg-Etage spürst du sofort den speziellen Puls, die besondere Atmosphäre, die künstlerische Produktions- und Werkstätten haben: alles lebt, ständig kommt einer rein, geht einer raus, es riecht nach Holz, nach Werkstatt, in einer Ecke spielt beständig ein Bassist, der sich letztlich aber als „Bass-Maschine“ entpuppt („Einschwinger“ genannt), die von Holger eingespielte Basslicks endlos wiedergibt und auf der neue Bässe montiert sind. Sie werden auf diese Weise, aktives Spielen ersetzend, 100 Stunden lang „eingespielt“ („durchgesummt“), um mehr Sustain, einen runderen Klang zu erhalten. Denn auch elektrische Bässe (und Gitarren) sind nicht einfach Bretter mit Tonabnehmern und Saiten drauf; auch hier spielen Art des Holzes, des Lacks, ihr Spielalter, neben Tonabnehmern, Verstärkern und anderer technischer Ausstattung, eine klangprägende Rolle.

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Holger zeigt mir die Firmenetage mit ihren verschiedenen Abteilungen: z.B. die Holz-, Bass-/Gitarrenwerkstatt, ausgestattet mit zahllosen Hölzern, Basshälsen, Bassbodies, die Elektro-, Finishabteilung, die Lackierkammer. Hier einige Fotoimpressionen, die den eigentümlichen Zauber einfangen, den die Räumlichkeiten und deren Inventar auf mich ausüben …

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Schließlich bleiben wir vor einem gefrierschrankgroßen Gerät stehen, das mich ein wenig an eine medizinische Apparatur erinnert. So falsch ist das gar nicht, denn die sog. „plek-Maschine“ dient der präzise computergesteuerten Diagnose und auch Therapie von E-Gitarren und –Bässen.

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Sie misst auf 1/1000 mm genau die Höhe und Planmäßigkeit von Bünden sowie den Krümmungsgrad von Gitarrenhälsen. Zeigt die Fehlerdiagnose Unstimmigkeiten, so kann die plek-Maschine diese auch gleich korrigieren. Hier also kann man sein Instrument checken und abrichten lassen. Selbstverständlich ergreife ich die Gelegenheit, und Mike nimmt sich meines Basses an.

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Nach der maschinellen Prozedur und einer manuellen Nachbehandlung durch Mike selbst ist mein Bass perfekt eingestellt und leichter bespielbar. Eine tolle Sache! Danke, Mike!

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Schließlich sitzen Holger und ich beim Kaffee zusammen, und ich befrage ihn zu seinem Leben & Beruf. – Schon früh handwerklich interessiert, Akkordeon und – wie früher häufig üblich – zunächst autodidaktisch Gitarre lernend und in Rockbands spielend, lernt Holger das Gitarrenspiel schließlich nochmal neu: er nimmt klassischen Unterricht bei dem Lehrer Jo Ott, beschäftigt sich mit exaktem und musikantischem Spiel, wächst in die südamerikanische Musik, z.B. von Baden Powell, hinein. Am Ende passiert das, was viele Bassisten erzählen: in Holgers Band steigt der Bassist aus, und Holger wird auserkoren, umzusatteln und die Rolle des Bassisten zu übernehmen. Holger begeistert sich für den Bass, auch wenn sein Modell kopflastig ist. Holgers Lösung des Problems? Als Gegengewicht wird eine volle (!) Flasche Bier an den Korpus montiert. Ich finde, das ist eine Variante, die die Firma sandberg auch jetzt noch inspirieren könnte (Modell „bottle-balanced“) 🙂

Holger lernt Gärtner und außerdem Klavierbauer bei der Braunschweiger Firma „Schimmel“. Doch dann kommt alles anders. Gemeinsam mit Gerd Gozelke fängt er 22jährig an, in Ehmen bei Wolfsburg eine kleine Firma zu gründen, die Gitarren repariert. Dies ist die Keimzelle, aus der die heutige Firma hervorgegangen ist. Auch der mittlerweile renommierte Firmenname entsteht in diesen Tagen: „sandberg“, wohlklingend, mit internationalem Flair und doch in den ersten Gründungstagen verwurzelt. Denn Holgers und Gerds kleine „Erstfirma“ hausiert in einem umgebauten Schweinestall „Am Sandberg 18“. So ist das mit Namen, oft auch mit Bandnamen oder Songtiteln, um deren Ursprünge sich eine ganz eigene Geschichte rankt, auf die man niemals käme und die zu hören einfach spannend ist. Einige Jahre später zieht sandberg nach Braunschweig um, es entsteht ein Werbekonzept mit Logo (u.a. die legendären 4 Punkte = : :), und – so war das Anfang der 90er Jahre – man produziert zunächst Bässe aus Edelhölzern mit durchgehendem Hals.

_Holgerfrüher  Holger Stonjek früher beim Bassbau

Ein deutlicher Zielgruppenwechsel folgt bald und lässt ein neues, anderes Bassgitarrenmodell entstehen: den „Basic“; günstiger im Preis und mit geschraubtem Hals. Man setzt auf Händlerbelieferung, nicht Direktverkauf – und plötzlich geht alles schnell: sandberg hat Erfolg und besteht gut am Markt! Doch auch schwere Zeiten brechen an: das Aufkommen des PCs Mitte der 90er Jahre, auch der Wechsel von Gitarrenbands hin zu Boygroups, die radikale Umstellung des Musikmarkts, all dies zwingt sandberg zu extremen Einschränkungen, denn Gitarren laufen nicht mehr so gut. Holger bietet nun Holzschmuck auf Märkten an, und zwar erfolgreich. Gegen Ende der 90er Jahre übernimmt Holger die Firma allein, nach einiger Zeit geht es wieder aufwärts, das Mitarbeiterteam wird erweitert. Es geht nun permanent nach oben, auch der Verkauf im Ausland wächst an, neben den deutschen werden verschiedene Großhändler aus England, Skandinavien, Polen, im asiatischen Raum und neuerdings auch in den USA beliefert. Holger & sandberg haben es geschafft; ihre Firma genießt außerordentliches Renommée!

_Holger-unterWasser  frei geschwommen … …

Zur Zeit arbeiten 27 MitarbeiterInnen bei sandberg (davon 20 Gitarrenbauer), wir haben also einen regelrechten mittelständischen Betrieb vor uns. Bei einer Firma dieser Größe kommt man nicht ohne Strategien, Regeln, hierarchische Strukturen aus. Waren die Firmenanfänge „familienähnlich“, geht es nun um das Schaffen & Erhalten eines „professionellen Teams“. Das ist etwas anderes; dennoch ist Holgers Betriebs-, Teammaxime geblieben: „Alle sollen sich wohlfühlen!“

_sandbergTeamfrüher  ein Bild aus früheren Tagen

Das ist der Weg, den Holger Stonjek bisher gegangen ist. So manche Etappe war durchaus beschwerlich, zumal insb. am Anfang nicht klar sein konnte, wohin der Weg über die Jahre führen mag. Holger sagt: „Du musst an dich glauben und einen langen Atem haben!“ Und: „Das Geld muss egal sein“. Er hat nie Bankkredite aufgenommen, stattdessen – wenn nötig – nebenbei gejobbt. „Irgendwann lebst du mit einem gewissen Maß an Unsicherheit“, sagt Holger und ergänzt: „Manchmal muss man eine Entscheidung treffen, ohne genau zu wissen, wie sie sich auswirkt“. Natürlich wünsche ich Holger & seinem Team, dass sie immer die richtigen Entscheidungen treffen und dass die Zukunft ihnen nur Gutes bringt.

Momentan muss man sich da kaum Sorgen machen, denn Bassisten aus Bands und Projekten um Herbert Grönemeyer, Peter Maffay, Silbermond, Rammstein, Beatsteaks spielen sandberg-Bässe und natürlich viele, viele andere BassistInnen. Auch Christian Eitner (Jazzkantine) oder Reggie Worthy (Udo Lindenberg, Stoppok, ex-Ike & Tina Turner-Band) gehören dazu.

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Als Bassist macht Holger gerne Bassclinics zusammen mit dem Bassisten Reggie Worthy und dem Schlagzeuger Eddie Filipp, sofern es seine Zeit zulässt. Sie touren dann in Deutschland, Polen oder Tschechien, sind ein eingespieltes Team und haben entsprechend viel Spaß auf der Bühne. Holgers Lieblingsbässe von sandberg sind übrigens der „Basic Ken Taylor“ wegen des eigenen Klangcharakters und breiten Klangspektrums sowie Bässe, die auf alt gemacht sind („worn“-look), wegen ihrer besonderen Optik.

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Tja, und dann passiert natürlich das, was passieren musste: ich probiere einige Bässe von sandberg aus und bleibe bei einem „California“ hängen, den ich unbedingt haben muss. Selbstverständlich hat er auf mich gewartet, wir gehören einfach zusammen, anders geht es gar nicht mehr, und in ein paar Tagen wird er bei mir einziehen.

Alles Gute, Holger – für dich, das sandberg-Team, deine Bässe. U gonna make it!

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Kontakt:
www.sandberg-guitars.de
Sandberg Guitars bei: www.facebook.com
(Text / Fotos & Bearbeitung: Jürgen Osterloh)

4. April 2015

The Riddagshausen Concert, Part 01: Erste Vorbereitungen

Im November 2015 wird es in der Klosterkirche Riddagshausen ein Konzert von mir mit einer ganzen Reihe von Musikern geben. Ich habe mir vorgenommen, die wichtigen Etappen bis zum Konzert hier zu dokumentieren. In diesem Post wird der allererste Beginn „vor Ort“ dargestellt.

Das Konzert wird für diesen Anlass eigens von mir komponiert – eine große Herausforderung & lockende Aufgabe zugleich. Von einem Konzert in einem solchen, in diesem Raum habe ich immer geträumt – und nun soll es wahr werden.

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So habe ich einen ganzen Tag in der Klosterkirche verbracht – aus zwei Gründen: zum einen um den Ort & seine akustischen Verhältnisse (8-11 Sek. Hall!) kennenzulernen & zu erforschen, zum anderen um mich insgesamt anmuten, inspirieren zu lassen.

Was für eine Erfahrung, nach dem Transport von Bässen, Verstärker & anderen musikalischen Utensilien Stunde um Stunde in diesem gewaltigen Raum zu verbringen, zu musizieren, die kriechende Kälte zu spüren, in einen anderen Lebensrhythmus zu gelangen.

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9 Stunden immerhin, bei Helligkeit, im Dämmer, die Sonne flutet herein, dann wieder dunkelt es & von draußen ist der Regen zu hören. Eine Glocke schlägt zu bestimmten Zeiten; Vögel, andere, teils fremdartige Geräusche sind zu hören, auch der Wind, die Kirche atmet & lebt.

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Ein Spaziergang um die Kirche & Klosteranlage herum, Fotografieren lenkt den Blick, legt vieles frei, dann wieder Musik, mal mit dem Kontrabass – gezupft, gestrichen -, mal mit dem EBass & dezenten Electronics, der Raum musiziert mit, fördert, gebietet, verweigert. Ideen entstehen, Muster formen sich.

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Am Abend kommt Georg Renz und holt mich ab, hilft beim Einladen, wir verabschieden uns in der Dunkelheit.

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Danke Georg – für Unterstützung & Zuspruch, Wärme erfüllt mich. Ich fahre nach Hause und nehme alles irgendwie mit.

Ich wünsche allen Besuchern meiner Website & meines Blogs ein frohes & friedvolles Osterfest!
Viel Spaß beim Betrachten der Fotos & beim Hören eines Musikstücks von mir.

Euer JO

Komposition “Still-a-life (for Dad)”
© by Jürgen Osterloh, 2015 – CD “BassPoesie Instrumental”
(Piano: Jan Behrens / Bass: Jürgen Osterloh)
Fotos: Jürgen Osterloh

1. April 2015

Duo Behrens-Osterloh live in London am 13.03.15

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Jan Behrens & Jürgen Osterloh live at Foyles in London:“Friday 13th March 2015 6:30pm – 7:30pm 107 Charing Cross RoadRay’s Jazz Event, Music Event, Free Event:
This established German duo bring their ‚Silent Lights‘ project to the UK for a special concert“.

Mit Jan in London … ein unvergessliches Erlebnis! Am Mittwoch, 11.03.15 ging es los, mit meinem Opel & dem Kontrabass sowie allerlei Utensilien auf die Autobahn, in den Abend, durch die Nacht. Gemütliches Tempo, wenig Verkehr, Zeit zum Reden, Fotografieren, Filmen: Braunschweig, Autobahn, Ruhrgebiet, Niederlande, Belgien, Frankreich, Calais. Zwischenstopps mit heißem Kaffee, gegenseitigen Interviews, sauren Gürkchen, Broten. Lichter, Geräusche der Nacht, eine eigene, lockende Welt. Calais um kurz nach 6 Uhr am Donnerstag morgen: hinein in den EuroShuttle und zur ähnlichen Zeit Ankunft in Folkestone/UK. Eine Zeitenreise, wir waren da … Eine Kulturreise, alles war anders: Sprache, Linksverkehr, Natur, Straßen & Städte.

Auf nach Canterbury, von da mit Bill, unserem freundlichen „guide“ & „landlord“, direkt ins Herz von London.
Verkehr, Verkehr, Verkehr, Gespräche, Gelächter, beste Stimmung. Rauf auf den Forest Hill und ein atemberaubender Blick auf die City, der nachts noch einmal intensiv genossen wurde. Wunderbar, die Gastfreundschaft von Bills Familie. Unvorstellbar, der Support von Chris & Craig. Wie oft haben sie in den Tagen den „bloody bass“ (meinen Kontrabass) – wie sie ihn scherzhaft nannten – umgeladen, verstaut, geschleppt, gehätschelt.

Transport aller Instrumente & Utensilien zu Foyles, Bill fuhr, was für ein Glück. Dutzende von roten Bussen, Taxis, Rollerfahrern, Privatpkws, Fahrrädern auf den Straßen, Massen von ausgesprochen höflichen Menschen auf den Gehwegen; eine Stadt, die nicht schläft, deren Atmosphäre einen sofort in ihren Bann zieht; dazu die Lichterskyline. Jan & ich fotografieren, filmen um die Wette.

Foyles: 6 Etagen, sehr ästhetisch eingerichtet, neben all den Büchern und CDs „Ray’s Cafe“, dann die Bühne.
Dieser Ort wurde für uns zum ganz eigenen Erlebnis am Freitag abend. Ein tolles Konzert, super Publikum, Kontakte wurden geknüpft, unsere CDs sind nun auch bei Foyles in London zu haben.

Auch Sightseeing hat es gegeben, insb. im Stadtteil Richmond, am Thames-Ufer, in Soho. Eine Auswahl meiner ganz persönlichen Fotoeindrücke habe ich hier im Blogpost eingefügt.

Der Abschied am Samstag morgen fiel schwer, wir sollten & wollten nicht abreisen. Aber es ging nicht anders. London, we’ll come back soon. Rückfahrt: Folkestone, Euroshuttle, Calais … und dann ab nach good old Germany.
Späte Ankunft in Braunschweig, müde, aber glücklich …

Ich wünsche allen viel Vergnügen beim Betrachten der London-Fotos; weiteres Material (auch Film) wird folgen.

Euer JO

 

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1. April 2015

[osterloh]-Konzert in der „Bassgeige“ in Erinnerung an Udo Dammann

Osterloh

Am Samstag, 28.03.15 fand das Konzert meiner Band [osterloh] in Bolles Bassgeige/BS statt.

Dabei wurde an den mit 47 Jahren viel zu früh verstorbenen Braunschweiger Gitarristen Udo Dammann erinnert.
Bolle zeichnete den musikalischen Weg von Udo nach, und ich erinnerte an ihn als Musikerkollegen und guten Freund.

Seit den anfänglichen Jahren 80er Jahren war ich mit Udo befreundet. Natürlich haben wir – oft im Duo Gitarre/Bass – auch Musik miteinander gemacht, z.B. im Rahmen der Studioabende des Fachbereichs Musik der TU Braunschweig, die immer dienstags in der Aula der ehem. PH stattfanden. Udo war, neben seiner Musiklehrertätigkeit an Musikschulen, auch Leiter der Jazz-AG an der TU Braunschweig in der Nachfolge von Matthias Weise, der erst in Salzgitter, später in Werningerode Musikschulleiter war und auch zu früh verstorben ist. Aber Udo und ich hatten uns auch außerhalb der Musik angefreundet. Viele Abende haben wir gemeinsam in seiner Küche auf dem ehem. Bauernhofgelände in Bodenstedt verbracht, mit viel Kaffee (Udos Lebenselixier), mit seinem legendären Hund Leo, mit Christa, seiner Lebensgefährtin, und dann mit Anne, seiner späteren Frau, die das Grundstück als Landschafts- und Staudengärtnerin  mit Udos Hilfe zu einem wunderschönen Gelände umgestaltet hat. Schließlich durfte ich Trauzeuge  bei iher Heirat sein und habe auch ihre beiden – jetzt erwachsenen – Kinder Vincent und Pia gut kennengelernt, als sie noch klein waren. Das ist nun alles 15, 20 und mehr Jahre her, aber unvergessen, noch vieles könnte erzählte werden, aber ich denke, ich lasse es hier dabei bewenden.
Udo, you’ll stay in our hearts …!

Das Konzert in der Bassgeige war, wie ich schon sagen muss, fulminant. Glänzend aufgelegte Musiker haben wirklich alles gegeben und wahnsinnig gut gespielt; das Publikum ist voll mitgegangen. Ein unvergesslicher Abend!
Danke an Lars Stoermer (sax), Jan Behrens (p), Andreas Dahle (g) & Raphael Becker-Foss (dr)!

Erwin Klein hat in seinem Blog das Konzert kommentiert – „Review: Osterloh Jazz Quintet at Baßgeige“:
„it was one of the best concerts I have seen for a long long time. Maybe it was because everything was so narrow and non convenient, maybe there was a special spirit because of Udo Dammann, maybe the musicians were just in good mood and felt inspired. All of them were brilliant …“. [Mehr …]

Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen – bis auf: danke … an Bolle, meine Mitmusiker, das Publikum, Fam. Dammann (Anne, Vincent, Christa und und und …) und an alle, die mich auf meinem musikalischen Weg begleiten!
In der Rubrik FOTOS wird es bald eine Fotoauswahl zum Konzert geben.

Euer JO

 

Osterloh

(Fotos: Claas Hoyer)

25. Januar 2015

Meryem Akdenizli zu Gast in Braunschweig

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Die mit internationalen Preisen und Auszeichnungen bedachte junge Pianistin Meryem Akdenizli war am 21.01.2015 in Braunschweig zu Gast.

Sie besuchte meine Klasse an der IGS Querum im Musikunterricht, um mit mit den Schülerinnen & Schülern klassische Musik, insb. Klaviermusik, näher zu beleuchten. Aus verschiedenen Epochen wurden berühmte Kompositionen, z.B. von L. van Beetthoven, Franz Liszt oder von Claude Debussy, dargeboten, analysiert und gemeinsam besprochen. Meryem, die ich vor ein paar Jahren in ähnlichem Zusammenhang kennengelernt habe, nennt dies „Erzählkonzerte“, also Konzerte, in denen Musikstücke gespielt, die Zuhörer aber auch durch die Musik geführt werden, um diese besser auffassen zu können. „Klassik im Klassenzimmer“ gewissermaßen, ein guter Weg, um Schülerinnen & Schüler an klassische Musik heranzuführen.

Meryem erledigt dies auf entwaffnend frische Art & Weise. Mit Zug und Taxi aus Stuttgart angereist, weht sie ohne Umschweife  in die Aula der IGS Querum, testet kurz den – frisch gestimmten – Ibach-Flügel an und fragt anwesende Schüler einer 7. Klasse, ob diese ein wenig Musik hören wollen. „Na klar“, jubeln diese begeistert und sind nach einem virtuosen Liszt-Stück dermaßen „platt“, dass eine Schülerin völlig konsterniert fragt, ob Meryem nicht die Finger weh tun würden. Nach gemeinsamen Lachen entwickelt sich eine ad hoc-Musikstunde, wie sie besser nicht sein könnte. Hier wurden junge Menschen durch den Live-Eindruck und die Nähe zur Künstlerin für eine Musik aufgeschlossen, die nur wenige von ihnen sonst erleben. Deutlich wurde aber auch, wie offen und aufnahmebereit die Schülerinnen & Schüler für die Klangwelt klassischer Musik doch sind.

Dieses Erlebnis wiederholt sich am Nachmittag mit meiner 10. Klasse, die – gut vorbereitet – mit Meryem wichtige Stationen klassischer Musikgeschichte abschritt. Konzentrierte Arbeitsatmosphäre hier; die in Referaten erarbeiteten Vorkenntnisse kommen zur Hilfe. Man versteht sich. Auch hier zeigt sich, dass der direkte Kontakt, gewissermaßen das „Anfassen“ von Musiker und Musik, dass das unmittelbare, auch persönlich geprägte Hör-Erlebnis motiviert, sich auf Ungewohntes einzulassen. Fragen zum Leben als Profi-Musiker, zur Biografie der Künstlerin, zur Technik  des Klavierspiels schließen sich an. Am Ende umringen die Schüler die Pianistin am Flügel, um ihr beim Spielen fasziniert auf die Hände sehen zu können, die dann auch Großartiges vollbringen.

Im Anschluß noch eine private Einzelstunde für die Schülerin Helen, ihrerseits mehrfache Siegerin bei „Jugend musiziert“, die mit der Verleihung einer Urkunde endet. Eine überglückliche Schülerin verlässt schließlich die Aula, und eine strahlende Meryem Akdenizli rauscht nach dem Fahrplanstudium per Handy zurück nach Stuttgart. Noch schnell zum Bahnhof bringen, tschüss … und bis zum nächsten Mal, Meryem. Alles Gute für dich …

Tja, Musik verbindet, schließt auf, lockt und ist einfach schön. Botschafter für diese Erfahrung zu sein, ist eine schöne & wichtige Sache.

Wer mehr über Meryem erfahren will, sollte ihre Website besuchen: http://www.akdenizli.com